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Warum die Medienzensur? Abgestürzter US-Kampfjet mit Uranmunition bestückt?

Von Gastautor | 3. April 2011

Die Bevölkerung des Eifel-Dorfes Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) ist gestern nur knapp einer Katastrophe entgangen, als gegen 15.45 Uhr ein US-Kampfjet vom Typ “A 10 Thunderbolt” nur ca. 300 Meter von den ersten Häusern und 500 Meter von der Autobahn entfernt auf ein Feld abstürzte. Laufeld befindet sich direkt in der Einflugschneise der US Airbase Spangdahlem, von wo täglich unter anderem F-16 Kampfflugzeuge zum Einsatz nach Libyen starten. Die abgestürzte Maschine ist ein langsam fliegender Jet, der zur Bekämpfung von Panzern und Menschengruppen eingesetzt und mit Uranmunition ausgerüstet wird.

Bevor gegen 16.30 Uhr US-Militär alles weiträumig abriegelte und alle Pressemitteilungen seitdem einer Militär-Zensur unterliegen, berichteten eingesetzte Feuerwehrleute und Polizisten unter anderem der „Trierischen Volksstimme“, dass der Kampfjet sowohl mit Raketen als auch mit mehreren Tausend Schuss Schnellfeuermunition bestückt war. Die “A10 Thunderbolt” hat neben Raketen eine 30mm Schnellfeuerkanone, deren Munitionstrommel grundsätzlich mit panzerbrechender Uranmunition aus „abgereichertem Uran“ ausgerüstet ist. Auf 4 panzerbrechende Uranmantelgeschosse folgt in der Munitionstrommel ein hochexplosives Brandgeschoss.

Die Bevölkerung ist offensichtlich nicht nur durch den verbrennenden Treibstoff und die Trümmer gefährdet, sondern auch durch die herumliegende und der Kerosinexplosion ausgesetzt gewesene Uranmunition. Laut US Armee sollen die Untersuchungen an der zum militärischen Sperrgebiet erklärten Absturzstelle bis zu 60 Tagen andauern. Erinnerungen werden wach an die Flugzeugkatastrophe von Remscheid, wo am 8. Dezember 1988 ein “A 10 Thunderbolt” Kampfjet in die Häuser raste. Sieben Menschen kamen ums Leben, über 50 wurden verletzt. In der Folgezeit kam es in Remscheid zu einer Häufung von Krebserkrankungen, Leukämie und Erkrankungen des Immunsystems. Die Ursachen wurden vertuscht, insbesondere wurde verheimlicht, dass auch in diesem Fall Uranmunition an Bord gewesen sein muss. Bis heute kämpfen zahlreiche erkrankte Menschen darum, dass ihre Krankheit als Folge des Flugzeugabsturzes anerkannt wird.

Inzwischen ist nicht mehr zu verleugnen, dass der Einsatz von Munition mit “abgereichertem Uran” schwerwiegende Langzeitschäden für Mensch und Natur auslöst. „Abgereichertes Uran“ (Uran 238) ist in Massen vorhanden, es fällt als Abfallprodukt bei der „Anreicherung“ von Uran für Brennstäbe oder Atomwaffen an. Die NATO setzte im Jugoslawienkrieg, sowie bei den imperialistischen Überfällen auf den Irak jedesmal panzerbrechende Uranmunition ein, alleine 2003 geschätzte 2.000 Tonnen.

Professor Dr. Siegwart-Horst Günther (Präsident des “Gelben Kreuzes International”) untersuchte im Irak die massive Häufung von Immunerkrankungen im Zusammenhang mit Uranmunition. Bereits bei Kleinkindern hat Günther den „Zusammenbruch des Immunsystems mit stark ansteigenden Infektionen“ diagnostiziert, diverse Krebs- sowie genetisch bedingte Missbildungen. Bei schwangeren Frauen wurde eine Vielzahl von Fehl- oder Frühgeburten registriert. Auch das so genannte „Golfkriegssysndrom“ führen Günther und andere Wissenschaftler darauf zurück, dass die eingesetzten Soldaten durch die Uranmunition Stäuben mit Partikeln von Uran 238 ausgesetzt waren.

Im Golfkrieg 1991 waren 750.000 amerikanische und britische Soldaten eingesetzt. Bis zum Jahr 2002 sind zirka 250.000 Veteranen am Golfkriegssyndrom erkrankt, etwa 10.000 von ihnen sind verstorben. Zwischen Uran-Exposition und dem Ausbruch einer Krebserkrankung lagen im Schnitt fünf Jahre. „Eine Studie aus dem Jahre 1993 von drei amerikanischen Wissenschaftlern hat ergeben, dass etwa 50.000 irakische Kinder bereits in den ersten 8 Monaten nach dem Golfkrieg den Nebenwirkungen der Uran-Geschosse erlegen sind.“ ( Professor Siegwart-Horst Günther)

Gegen eine weltweite Kampagne zur Ächtung von radioaktiver Munition haben sich bisher vor allem die Staaten USA, Großbritannien, Frankreich und Israel widersetzt. Es besteht der dringende Verdacht, dass solche Munition nun auch gegen Libyen eingesetzt wird. Ob es in Laufeld auch zur Zerstörung von Uranmantel-Geschossen kam, ist bislang nicht bekannt. Die Absturzstelle muss auf Uranspuren untersucht und die Bevölkerung über die tödliche Gefahr durch Uranmunition aufgeklärt werden. Sofortige Stillegung der US Airbase Spangdahlem!

Hintergrundinformationen zur Gefährdung durch Uranmunition HIER.

Wir empfehlen den Dokumentarfilm “Deadly dust” des Grimme-Preisträgers Frieder Wagner, der vom WDR mit einer Zensur belegt wurde. Er kann als DVD bestellt werden bei der Bibliothek des Willi -Dickhut-Museum.

Quelle: rf news online, 02.04.2011


Stichworte: Atomwaffen, Krieg, NATO, USA, Zensur

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