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Libyen: Die “Revolutionäre” und die CIA

Von Klaus Wallmann sen | 31. März 2011

US-Präsident Obama hatte die CIA bereits vor Wochen beauftragt, die libyschen “Revolutionäre” mit Waffen auszurüsten. Dieser geheime Erlaß wurde gestern durch Regierungskreise öffentlich gemacht. In den bürgerlichen Medien!

Auf mehr oder weniger unabhängigen Blogs konnte man derlei Informationen schon lange vorher finden, so z.B. am 05.03. auf “tlaxcala”. Dort heißt es:
“Woher kommt also dieser plötzliche Aufstand? Die Antwort ist, dass es dieselben Gruppen sind, die von der USA seit Jahrzehnten finanziert werden, ihre Chance ergreifen, um Kontrolle über das Land zu gewinnen. … Die Haupwiderstandsgruppe in Libyen ist jetzt die Nationale Front für die Rettung von Libyen. Diese Oppositonsgruppe ist von Saudiarabien, der CIA und dem französischen Geheimdienst finanziert worden.”

“Und fast  kein Mensch merkt, dass es in Libyen in erster Linie nicht um friedliche Demonstrationen für Demokratie geht, sondern um einen Versuch der CIA, in Libyen unter dem Cover von netter Medienberichterstattung über friedliche Demonstrationen mit einer groß angelegten Psyop und verdeckter Kriegsführung einen Regime Change in Richtung Königreich zu erzwingen. Dabei ist die Connection zur CIA offensichtlich. Über die NCLO, die sich damit rühmt, die Schlacht von Bengasi organisiert zu haben, geht es direkt zur CIA-Front NFSL.”
So am 28.02. bei “nocheinparteibuch”.

Eine Libyen-Konferenz der imperialistischen Mächte beschloß nun, Gaddafi zur Aufgabe zu zwingen. Sie suchen auch bereits nach einem Nachfolger, der aber bezeichnenderweise nicht aus den Reihen der Rebellen kommen soll. Begründet wird dies mit der Behauptung, daß man angeblich keine genauen Details über die Führung der Aufständischen habe, weswegen man auf die gemäßigten Mitglieder der alten Staatsführung zurückgreifen wolle. Dazu wurde eine “internationale Kontaktgruppe” ins Leben gerufen, bestehend aus “Ländern der Region und darüber hinaus”. Diese soll den Übergang zu einem “demokratischen” Libyen vorbereiten.

Diese Propaganda mit “Humbug” zu bezeichnen, ist angesichts des oben Angeführten eine arge Untertreibung. Das “demokratische Libyen”, das diese Herren hier anstreben, meint tatsächlich die Stabilisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse zur Bewahrung des Einflusses der westlichen imperialistischen Staaten, und keinesfalls die Freiheit des libyschen Volkes. Die bisherigen Machtverhältnisse sollen ebenso erhalten bleiben, wie die Ausbeutungsverhältnisse. Wenn möglich unter Kontrolle der NATO-Staaten, was zugleich eine Rückdrängung des Einflusses von China und Russland bedeuten würde.

Klaus Wallmann sen.

Nachtrag: Die Moderatorin des “Mittagsmagazins” des deutschen Staatsfernsehens leitete einen neuen Propagandafilm gerade mit der Feststellung ein, daß die libyschen Kräfte um Gaddafi die Tricks der Propaganda beherrschen, und fügte dann hinzu: Die bürgerlichen Journalisten kennen diese natürlich auch. Der Zweideutigkeit ihrer Aussage schien sie sich nicht bewußt zu sein. – K.W.


Stichworte: Aufstand, CIA, Geheimdienst, Imperialismus, Kapitalismus, Krieg, Libyen, NATO, Propaganda, Staat, USA

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