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Grossbritannien: 40.000 Studenten protestieren

Von Klaus Wallmann sen | 11. November 2010

Im Mittelpunkt der gestrigen bürgerlichen Berichterstattung über die Studentenproteste standen natürlich die zerstörten Fensterscheiben eines Wolkenkratzers, in dem sich auch die Zentrale der Konservativen Partei befindet. 40.000 bis 50.000 Studenten und Lehrenden unterstellte man einen “Gewaltausbruch”. Wäre das die Wahrheit, so sähe die Londoner City heute sicher ganz anders aus. Und selbst dann wäre die Wut der Protestierenden verständlich.

Richtet sie sich doch gegen die volksfeindliche Politik der britischen Monopolregierung und besonders gegen die Liberaldemokratische Partei, die im Wahlkampf noch mit der Abschaffung von Studiengebühren auf Stimmenfang ging. Heute beinhalten ihre “Sparpläne” im Bildungsbereich die Erhöhung der Studiengebühren auf bis zu 25.000 Euro pro Jahr, so daß selbst die Mittelklasse wohl Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Studiums ihrer Kinder bekommen wird. Seit 1988 sind die Studiengebühren bereits um 312 Prozent gestiegen. Die neuen “Sparpläne” werden sie bis 2012 um weitere 100 Prozent ansteigen lassen. Zu den “Sparmaßnahmen” an den Universitäten, zu denen auch die Vernichtung von Arbeitsplätzen gehört, kommen Pläne, einige Standorte ganz zu schließen.

Die Wut wächst – nicht nur in Großbritannien. Und mit ihr die Demagogie der bürgerlichen Medien.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Bildung, Demagogie, Grossbritannien, London, Medien, Regierung, Studentenprotest, Studiengebühren, Universität

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