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“AWO macht Geschäft mit Hartz IV-Empfängern”

Von Gastautor | 11. April 2010

“AWO macht Geschäft mit Hartz IV-Empfängern”. So ist eine Presseinformation des Verdi-Landesbezirks NRW vom 8. April überschrieben. Darin heißt es:

“Kritik am Missbrauch von sogenannten ’1-Euro Jobs’ hat heute die Gewerkschaft Verdi in Düsseldorf geäußert. Anlass sind aktuelle Medienberichte, wonach die gemeinnützige GAWO GmbH in Mönchengladbach für ihren mobilen sozialen Dienst Arbeitslose einsetzt, die über die kostenlosen Betreuungsdienste hinaus widerrechtlich auch als Putzkräfte tätig werden. Die durch die zuständige ARGE vermittelten Hartz-IV-Empfänger erhalten für ihre Tätigkeiten bei Senioren- und Behinderten einen Stundenlohn von 1,50 Euro.

In Rechnung gestellt werden den Senioren aber 9,20 Euro.  Die GAWO ist eine 100-prozentige Tochter der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und kümmert sich um die Qualifizierung und Berufsintegration von Arbeitslosen … Erst kürzlich hatte ein ähnlicher Skandal bei der AWO in Neumünster zur Einstellung des dortigen Projekts ‘Haushaltsbetreuung’ geführt.

‘Wir erwarten, dass die ARGE unverzüglich einschreitet und die rechtswidrigen Vorgänge in Möchengladbach beendet’, sagte Sylvia Bühler, bei Verdi NRW zuständig für das Sozial- und Gesundheitswesen. Für die reguläre Tätigkeit einer Haushaltshilfe stünden den Beschäftigten tarifvertraglich zwischen 9,20 Euro und 12,32 Euro zu. ‘Arbeit für Hilfebedürftige muss ordentlich bezahlt werden’, so Bühler… ’1-Euro-Jobs vernichten reguläre Arbeitsplätze und gehören endlich abgeschafft’, forderte Bühler …”


Stichworte: AWO, Ein-Euro-Job, Hartz IV, Verdi

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