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Google AdSense wirbt weiter für NPD

Von Klaus Wallmann sen | 17. Februar 2010

Auf einer Website sah ich heute einmal selbst diese Werbung für die NPD, die von Google AdSense seit einiger Zeit verbreitet wird.

Google wirbt für NPD

Per E-Mail habe ich gegen diese Unterstützung der NPD protestiert, weil Ignoranz nichts mit Toleranz zu tun hat.

Im aktuellen Wochenbrief beschäftigt sich die NPD auch mit dem Hartz-IV-Urteil des BVG und dessen Auswirkungen: “Der Niedriglohnsektor wird weiter wachsen, ebenso wie die Zahl der in prekären Verhältnissen lebenden Kinder, die weiterhin das schwerwiegendste Armutsrisiko in Deutschland bleiben werden”, heißt es dort, was durchaus nicht falsch ist, auch wenn es natürlich nicht die Kinder sind, die ein Armutsrisiko darstellen. Doch in diese richtigen politischen Erkenntnisse mischt man sofort wieder ein wenig faschistische Hetze. Es heißt nämlich weiter: “Und es wird weiter gezahlt werden für die ‘Produktion kleiner Kopftuchmädchen’, um es mit den Worten des Bundesbankers und SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin zu formulieren.” Wie gut, daß der “Sozialdemokrat” Sarrazin der NPD “Worte” geliefert hat, die sie statt ihrer eigenen verwenden können.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Google, Nazis, NPD, Werbung

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Thema: Sonstiges | 2 Kommentare »
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2 Kommentare zu “Google AdSense wirbt weiter für NPD”

  1. Aranita meint:
    19. Februar 2010 um 00:57

    Auch wenn ich mit der NPD nichts anfangen kann, oder deutlicher gesagt, ich halte vieles was die verbreiten sogar für gefährlich, halte ich es für mindestens genauso bedenklich, wenn man immer gleich Verbote fordert. Verbote hindern die Menschen daran, sich selbst ein Bild zu machen, selbst zu entscheiden. Haltet ihr die Menschen tatsächlich für so dämlich, nicht selbst zu erkennen was da für Bauernfänger unterwegs sind?

    Ein Beispiel hierfür: Als meine Tochter so 16 Jahre alt war, kam sie von der Schule heim und hat mich gefragt, was denn das mit den Neonazis sei. Am Schulhof hätte sie jemand angesprochen und zu einer Veranstaltung eingeladen. Ich habe sie mit an einen Rechner genommen und habe ihr die in Deutschland beschlagnahmten Seiten eines Neonazis gezeigt, der diese Seiten in Kanada hostet, wo das Verbreiten dieses Unsinns nicht wie in Deutschland verboten ist. Ich sagte, sie soll doch mal lesen was da steht. Wenig später sagte sie mir: “Der hat doch nen Knall, wie kann der so einen Blödsinn fordern?” – Und sie war ein für alle Mal gefeit gegen den Unsinn dieser Leute.

    Ich bin sicher, hätte ich gesagt, dass diese Neonazis alles Spinner sind, hätte ich vielleicht genau das Gegenteil erreicht. So hat sie selbst erkannt, was sich hinter deren Gedankengut verbirgt und selbst etwas zu erkennen ist immer besser als etwas vorgekaut zu bekommen.

    Ich halte dieses Rufen nach immer mehr Verboten für genauso schlimm wenn nicht sogar schlimmer als das, was Totalitaristen fordern. Durch immer mehr Verbote werden wir immer mehr zu unmündigen Menschen. Warum stellt man sich nicht argumentativ gegen diese Totalitaristen (die es übrigens nicht nur bei den Ultrarechten gibt)? Es wäre doch so einfach, denn Totalitaristen haben keine sinnvollen Argumente. Warum wertet man diese Gruppen auf, in dem man fordert, sie zu verbieten?

    Ich halte diesen Verbotswahn für das gefährlichste Übel dieser Zeit. Auch wenn er sogar in wenigen Ausnahmefällen aus “guten” Gründen installiert wird. Setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Die allermeisten sind nämlich nicht so dumm dass sie Verbote brauchen. Und die paar, die grölend mit Totalitaristen mitlaufen, die kann man auch nicht mit Verboten daran hindern.

  2. Klaus Wallmann sen. meint:
    24. Februar 2010 um 19:17

    Anfreunden kann ich mich mit der Meinung von Aranita nicht. Einmal weil Potsdamer Vertrag und GG noch immer einzuhalten sind. Und zum anderen, weil mit unseren Steuergeldern die NPD finanziert wird, also auch von jedem Antifaschisten. Sicher kann man deren “Grölereien” nicht mit einem Verbot aus der Welt schaffen, doch zumindest ihre “Arbeit” würde es erschweren.

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