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Wahlargument: “Taktische” Wähler

Von Klaus Wallmann sen | 19. September 2009

Manch “kluger Kopf” gedenkt seine Stimme bei Wahlen “taktisch” zu vergeben, wobei echte Überzeugung eine eher nebensächliche Rolle spielt. Gerade bei der anstehenden Bundestagswahl setzen die Monopol-Politiker offensichtlich auf diese Art von “Wählern” indem sie zur “Verhinderung” von “Rot-Rot-Grün” respektive “Schwarz-Gelb” aufrufen.

Dabei dürfte in Anbetracht der derzeitigen Lage der Dinge klar sein, daß nach der Wahl CDU/CSU und/oder SPD in der Regierung sitzen werden, ganz gleich ob die “Taktiker” sie und/oder ihre Koalitionspartner gewählt haben. Und allem “taktischen” Wahlverhalten zum Trotz, werden alle Monopolparteien dann vergessen, was sie uns vorher lauthals versprachen. Denn nicht Regierung und Bundestag sind es, die tatsächlich regieren, sondern die herrschenden großen Monopole, woran die Maus nun mal keinen Faden abbeißt.

Mit vielfältigen Methoden sorgen sie für den Erhalt ihrer Macht und dafür, daß jede Regierung ihre Geschäftsführerin und der Staatsapparat ihr Dienstleister ist. Die Palette reicht von Eingaben der Unternehmerverbände, Gesetzesvorlagen aus den Monopolzentralen, Monopolvertretern in Ausschüssen und als “Berater” (z.B. Hartz-Gesetze), über Bestechung bis hin zu Drohungen gegenüber “abrünnigen” Abgeordneten. Die Durchsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan oder der volksfeindlichen Hartz-IV-Gesetze zeigt ganz klar, daß der erklärte Wille der Mehrheit der Bevölkerung diesen Damen und Herren glatt am Ar… vorbei geht.

Jede Stimme für die Monopolparteien wird von diesen darüberhinaus als Legitimation für ihre vergangene und ihre weitere Politik mißbraucht. Wenn man also unbedingt “taktisch” wählen möchte, so sollte die Taktik darin bestehen, eine Partei, Politiker zu wählen, deren Wahlversprechen über den Wahltag hinaus gelten. Deren Wirken dahin geht, kein politischer Dienstleister des herrschenden Kapitals zu sein. Überzeugung gehört übrigens auch dazu.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Kapital, Partei, Wahlargument, Wähler

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