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DGB: Immer mehr Arbeitslose sofort in Hartz IV

Von Klaus Wallmann sen | 2. August 2012

Anläßlich des aktuellen Berichts der Bundesagentur für Arbeit stellt die stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW, Sabine Graf, fest, daß in NRW immer mehr arbeitslos werdende Menschen sofort in die Grundsicherung, also in Hartz IV fallen, weil sie in den vergangenen 24 Monate nicht zwölf Monate lang beschäftigt waren. Gegenüber 2008 stieg die Zahl dieser Fälle um 20,5 Prozent.

Frau Graf fordert deshalb ein Reagieren der Arbeitslosenversicherung, indem die Regeln “verbessert” werden. Geht es nach ihr, so sollen Arbeit”nehmer” bereits nach sechs Monaten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung einen Anspruch auf drei Monate Arbeitslosengeld haben, wobei der Zeitraum, in dem diese Beschäftigung stattfindet, auf 36 Monate erweitert werden soll. So will Frau Graf den tiefen Fall in Hartz IV verhindern.

Wäre es da nicht vernünftig, dieses arbeiter- und volksfeindliche Hartz IV gleich komplett abzuschaffen, das ja u.a. mit seiner Sanktionspraxis die oben geschilderten Zustände befördert? Statt dessen sollten die DGB-Gewerkschaften dafür kämpfen, daß das ALG I bis zum Ende der Arbeitslosigkeit gezahlt wird. Beides ist derzeit aber wohl eher nicht zu erwarten. Denn zum einen waren es diese reformistischen Gewerkschafts”führer”, die die Hartz-Gesetze mit aus der Taufe hoben. Zum anderen müssen sie wahrscheinlich erstmal im Fremdwörter-Lexikon nachschlagen, um sich das Wort “kämpfen” erklären zu können.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Agentur für Arbeit, ALG I, Arbeitslose, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosigkeit, Bundesagentur, DGB, Gewerkschaft, Grundsicherung, Hartz IV, Sanktion, Sanktionspraxis

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