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Regierung fördert “unternehmerische” Ärzte

Von Klaus Wallmann sen | 31. Juli 2012

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt “Schulungen” für Ärzte, durch die diese in die Lage versetzt werden sollen, die sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL) besser an den Patienten zu bringen. Seminare zur “Förderung des unternehmerischen Know-Hows” werden ebenso bezuschußt wie “Maßnahmen der Verkaufsoptimierung”. Angeblich seien immer mehr Ärzte auf dieses Zubrot der Selbstzahlerleistungen angewiesen, mit denen aktuell bereits rund 1,5 Milliarden Umsatz erzielt werden sollen.

“Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein”, erklärte einst Marx. Was man wohl auch auf das Gesundheitswesen übertragen kann. In dieser Gesellschaftsordnung, in der einzig der Profit zählt, wird dies aber ein frommer Wunsch bleiben.


Stichworte: Ärzte, Freiheit, Gesellschaftsordnung, Gesundheit, Gesundheitswesen, Marx, Profit, Regierung, Umsatz, Unternehmer, Wirtschaft, Wirtschaftsminister

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Thema: KurzNews | 1 Kommentar »
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1 Kommentar zu “Regierung fördert “unternehmerische” Ärzte”

  1. Andy meint:
    31. Juli 2012 um 12:09

    Als Kunde (Patient) beim Arzt ist man in einer Art Abhängigkeit und es kommt einem immer ein schlechtes Gewissen wenn man von seinem Dienstleister (Arzt) unter Androhung von Gesundheitsschäden irgendwelche Angebote erhält. Wer wird da das Abzocker Angebot nicht unterschreiben, wenn man sozusagen den Tod über sich kreisen sieht?

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