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Hartz IV: Keine Chance auf freie Berufswahl

Von Klaus Wallmann sen | 17. Juli 2012

Der Deutschen Verband für Bildungs- und Berufsberatung (dvb) hat festgestellt, daß sich die Chancen für Jugendliche aus sogenannten Bedarfsgemeinschaften auf eine gute Ausbildung seit Einführung der arbeiter- und volksfeindlichen Hartz-Gesetze 2005 deutlich verschlechtert hat. Was u.a. an der mangelnden Berufsberatung der ARGEN liegt, sowie an der dort als vorrangig gesehenen Vermittlung in irgendeine Arbeit.
War dies in den ersten Jahren nach Hartz IV noch Gegenstand der Politik, ist “Chancengleichheit” heute nur noch “ein Thema für bildungspolitische Sonntagsreden”, während man sich “an die tatsächliche Diskriminierung von Jugendlichen aus Hartz-IV-Familien … bereits gewöhnt” habe, so die dvb-Vorsitzende Lohmann. Wobei die kritisierte Praxis zum Art. 12 des Grundgesetzes – der garantierten freien Berufswahl – deutlich in Widerspruch steht.


Stichworte: Ausbildung, Bildung, Chancengleichheit, Diskriminierung, Familie, Gesetz, Grundgesetz, Hartz IV, Jugend, Jugendliche, Politik, Widerspruch

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Thema: KurzNews | 1 Kommentar »
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1 Kommentar zu “Hartz IV: Keine Chance auf freie Berufswahl”

  1. Gast meint:
    21. Juli 2012 um 13:22

    Stimmt, wer auf der Arge als Jugendlicher landet ist raus. Nach selbstfinanzierter schulischen Berufsausbildung wollt man meinen Sohn sofort in einen 1 E Job stecken. Der Sachbearbeiter hatte sich nicht einmal dafür interessiert, was der Jugendliche für einen Berufsabschluß hat. Erst als mein Sohn ihm zu verstehen gab, dass Arbeitsvermittlung, Weiterbildung auch bei U 25 vorrangig ist, hat er sich die Mühe gemacht seinen Lehrberuf herauszufinden und ihn in einen ungeeigneten Beruf vermitteln wollen. Er war Netzwerktechniker, Arbeitsangebot Elektriker. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen! Nach einem halben Jahr ohne weiteres Vermittlungsbemühen, wurde er als ungelernter Hilfsarbeiter eingestuft. Deshalb gibt es auch so viele Jugendliche ohne Berufsabschluß, da kann man sie besser in 1€ Jobs vermitteln! In der Zeit hatte man auch gleich noch versucht die beiden Jüngeren Geschwister an die ARGE zu fesseln. Der 18 Jährigen wurden die Fahrkosten zum Gymnasium aberkannt. Begründung: Kein Kind muss aufs Gymnasium! Den 15 Jährigen hatte man aufgefordert Unterlagen zur Arbeitsintegration auszufüllen, weil er alles zu tun habe seine künstlich errechnete Bedürftigkeit zu beenden. In unserer Familie war nur der U 25 mit abgeschlossener Berufsausbildung arbeitslos und nur weil ich es nicht geschafft hatte, mit meinem Lohn für einen 23 Jährigen die Krankenkassenbeiträge zu bezahlen, versucht man jüngeren Geschwistern den Bildungsweg zu verbauen, das ist Hartz IV für Zwangsbedarfsgemeinschaften – denn Familien stehen angeblich unter Schutz des Staates und für diese gilt BGB. Im BGB gibt es kein Gesetz, welches Geschwister in irgendeine Unterhaltspflicht zwingen kann – HartzIV macht das möglich!

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