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Türkei: Unbefristeter Streik auf dem Atatürk-Flughafen

Von Klaus Wallmann sen | 20. Juni 2012

Vor drei Wochen wurde 305 Kollegen der türkischen Luftfahrtgesellschaft Türk Hava Yolları (THY) gekündigt, die an einem Bummelstreik des Flugpersonals der THY teilnahmen. Anlass der Aktion war ein Gesetzentwurf der Regierung, durch den Streiks im Luftfahrtsektor verboten werden sollten. Die THY wurde zu 51 Prozent  für den internationalen Kapitalmarkt freigegeben. Auch Deutschland ist unter den Investoren bei THY. Die THY ist Mitglied der „Star Alliance“, die unter Führung der Lufthansa steht.

Inzwischen ist das Gesetz zum Verbot von Streiks der Luftfahrt-Beschäftigten in Kraft. Solch einen Eingriff in gewerkschaftliche Rechte hat nicht einmal die faschistische Junta nach dem Putsch vom 12. Sep­tember 1980 fertiggebracht.

Nach der Kündigung der Kollegen traten die Beschäftigten unter Führung der Gewerkschaft Hava-İş in einen unbefristeten Streik, bis die Kündigungen zurückgenommen seien. Derzeit gehen die Protest­aktionen auf dem Atatürk-Flughafen vor dem Terminal für Auslandsflüge weiter. Nach dem Streikverbot wurde gleich noch einen weiteres Verbot verhängt. Jede Art von Kundgebung oder Demonstration auf dem Atatürk-Flughafen sind verboten. Damit will man die Aktion der Gewerkschaft Hava-İş gegen die Entlassung der 305 THY-Kollegen stoppen. Der Hava-İş-Vorsitzende Atilay Ayçin erklärte, dass sie nicht weichen wollen. Dann müsste man sie schon gewaltsam verjagen. (rf news)


Stichworte: Entlassung, Flughafen, Gesetz, Kapital, Kündigung, Lufthansa, Protest, Streik, Türkei, Verbot

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