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Japan gibt “Schnellen Brüter” auf

Von Gastautor | 1. Juni 2012

Unter dem Druck der Anti-AKW-Bewegung hat das japanische Wissenschaftsministerium am 23. Mai mit einem Tabu gebrochen und zum ersten Mal vorgeschlagen, den sogenannten “Schnellen Brüter” in Monju aufzugeben. Deutschland hat den Bau des “Schnellen Brüters” in Kalkar, der nie in Betrieb ging, im Jahr 1986 abgebrochen, Frankreich hat ein derartiges Kraftwerk in Crey-Malville im Jahr 1989 aufgegeben.

Die Technik des “Schnellen Brüters” ist wegen der Verwendung von waffenfähigem Plutonium und flüssigem Natrium als Kühlmittel hoch gefährlich. Schwere Unfälle in Monju wurden vertuscht, Videos gefälscht. Seit 1980 pumpt die japanische Regierung jährlich 400 Millionen Euro in das Projekt, in der Summe über zehn Milliarden Euro, ohne dass der Reaktor bisher funktioniert.

Er diente bisher auch dazu, das Problem der Lagerung der radioaktiven Abfälle abzutun, da abgebrannte Brennelemente im Schnellen Brüter wieder aufgearbeitet werden sollten. Die Folge ist, dass in den Abklingbecken der japanischen AKW große Mengen verbrauchter Brennelemente lagern, in Fukushima unter freiem Himmel. Japans Regierung hat im Laufe der Jahrzehnte etwa 30 Tonnen Plutonium angesammelt, das Land ist damit eine potentielle Atommacht. (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 24.5.2012)

(Die Informationen entstammen dem neuen “Dossier zur Atomkatastrophe von Fukushima” der Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlicher Studien zur Arbeiterbewegung e.V. – sie stehen hier zum Download zur Verfügung)

Quelle: rf news online, 31.05.2012


Stichworte: AKW, Japan, Katastrophe, Umwelt

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