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“Volkssolidarität” und Kinderarmut

Von Klaus Wallmann sen | 31. Mai 2012

Prof. Dr. Gunnar Winkler, Präsident der Volkssolidarität, hat angesichts des für die BRD blamablen UNICEF-Berichts zur Kinderarmut mal wieder angefragt, wann denn “die Bundesregierung endlich wirksam gegen die anhaltend hohe Kinderarmut aktiv” wird. Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: Wenn die Bundesregierung die Ursachen für die Kinderarmut bekämpft. Also nie.

Und da auch Herr Winkler, die Volkssolidarität und UNICEF nicht an die Ursachen heranwollen (-können), fordert man mal wieder ein “klares” Programm von einer Regierung von Gnaden des Kapitals, das Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern schrittweise abbaut, und natürlich wirksame Sofortmaßnahmen.

“Der ALG II-Regelsatz muss dringend erhöht und an den spezifischen Bedarf von Kindern und Jugendlichen angepasst werden. Statt weiterer Kürzungen für Hartz-IV-Familien müsste gerade ihnen unter die Arme gegriffen werden, um die Spirale der ‘vererbten Armut’ zu durchbrechen.” So der sicher ehrenwerte Herr Winkler, der allerdings noch immer nicht verstanden hat, wie Kapitalismus funktioniert. Er fordert unbeirrt konkrete Vorschläge für eine kostenfreie Schulausbildung, für kostenloses Mittagessen, für den Ausbau der Kinderbetreuung, für einen “freien” und “chancengleichen” Zugang zu Bildung unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Anschließend darf er sich mit beruhigtem Gewissen zurücklehnen – und auf den nächsten UNICEF-Bericht (vergangene Berichte siehe HIER, HIER, HIER und HIER) warten.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: ALG II, Armut, Bildung, Bundesregierung, Hartz, Jugend, Kapital, Kapitalismus, Kinder, Kinderarmut, Präsident, Regelsatz, Regierung, Solidarität, UNICEF

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Thema: Politik, Reformen/Agenda | 1 Kommentar »
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1 Kommentar zu ““Volkssolidarität” und Kinderarmut”

  1. Uwe meint:
    31. Mai 2012 um 21:39

    Vielleicht lernen die Kinder in Armut besser, das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. Noch sind Wahlen nicht verboten. Uwe Griebsch

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