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USA/EU: Konstruktive Zusammenarbeit mit dem Iran

Von Klaus Wallmann sen | 27. Mai 2012

Ungewöhnliches Lob kommt derzeit von der EU-Außenbeauftragten Ashton und dem Sprecher des Weißen Hauses Carney für die gute Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung. Die Gespräche des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland und Iran in der Atomfrage seien konstruktiv beendet worden. Dennoch gibt es noch strittige Themen. So will der Iran z.B. die Anerkennung seines zivilen Atomprogramms, während die westlichen Regierungen verlangen, die Uran-Anreicherung auf 20 Prozent zu beenden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, droht man schon jetzt mit weiteren Sanktionen.

Vor diesem Hintergrund kann ein Bericht des US(!)-Instituts für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (ISIS) nicht wirklich überraschen, der dem Iran den Besitz von fast 6,2 Tonnen schwach angereichertem Uran bescheinigt. Wenn dieses weiter angereichert würde(!) – auf über 80 Prozent, damit es waffenfähig ist (rz) -, könnte(!) der Iran damit mindestens fünf Atomwaffen bauen.

Die iranische Regierung beteuert zwar ein weiteres Mal, daß das schwach angereicherte Uran nur in Reaktor-Brennstoff umgewandelt werden soll. Doch was ist diese Aussage gegen die “Befürchtung” der UN-Behörde IAEA, der Iran könne(!) daraus auch waffenfähiges Uran herstellen?

Googelt man heute mal ganz kurz zu diesem Thema, so vermelden die Schlagzeilen der bürgerlichen Medien unisono (aber nicht gleichgeschaltet!): “Iran hat Uran für fünf Atombomben”. Was natürlich nicht stimmt. Doch so geht halt “Qualitätsjournalismus”.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Atomprogramm, Atomwaffen, EU, IAEA, Iran, Journalismus, Medien, Sanktion, Sicherheitsrat, USA

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