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Iran: Gespräche mit der IAEA

Von Klaus Wallmann sen | 15. Mai 2012

Nachdem sich der Iran und die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereits im Januar und Februar zu Gesprächen getroffen haben, spricht man seit Montag erneut miteinander. In der Hauptsache geht es der IAEA dabei um “die Klärung einer möglichen militärischen Dimension” des iranischen Atomprogramms, speziell um die Besichtigung des Militärkomplex Parchin. Die USA und Israel vertreten die bisher unbewiesene These, daß dort Atomwaffenzünder getestet wurden.

Obwohl derartige militärische Anlagen formaljuristisch nicht zur Kompetenz der IAEA gehören, hat der Iran dessen Inspektoren im Januar und November 2005 Zugang zu dieser Anlage gewährt, der aber wohl nicht zu den gewünschten Ergebnissen führte. Auch jetzt ist der Iran dazu bereit, wenn die Ziele dieses erneuten Besuchs zuvor präzise vereinbart werden. Damit will man vermeiden, daß die Genehmigung letztendlich zum allgemeingültigen Präzedenzfall wird.

Der Iran hat durchaus Gründe, so “pedantisch” zu verfahren. Verlangte der UN-Sicherheitsrat doch bereits mehrfach, der IAEA einen Freibrief für das gesamte iranische Territorium auszustellen. Angesichts der Struktur dieser UN-Behörde käme dies jedoch einem Freibrief zur Spionage gleich, den wohl kein Land der Welt ausstellen würde. Vor allem nicht die Atommächte USA und Israel.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Atomenergie, Atomprogramm, Atomwaffen, IAEA, Iran, Israel, Militär, Sicherheitsrat, UN, USA, Waffen

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