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Staatsterror

Von Klaus Wallmann sen | 10. Mai 2012

Am Montag brillierte die US-Regierung wiedermal mit der gerade noch rechtzeitigen Verhinderung einen terroristischen Attentats. Die Zeit war wohl wieder mal ran, den Bürger auf die weiterhin existierende Bedrohung von Gottes eigenem Land hinzuweisen. rz berichtete nicht, ging ich doch von einer weiteren Inszenierung der US-amerikanischen Geheimdienste aus. Erst am 3. Mai konnte man hier in einer Kurznachricht über einen Bericht der New York Times lesen, wonach das FBI eine Reihe von Terroranschlägen selbst vorbereitet hat.

Und tatsächlich war nur wenige Stunden später klar, daß es diesmal die CIA war, die bei diesem “verhinderten Anschlag” ihre Finger im Spiel hatte.

Der “Terrorist” arbeitete für die CIA und einen saudi-arabischen Geheimdienst und wurde bei der jemenitischen Al-Kaida plaziert. Dort bewarb er sich als “Selbstmordattentäter”, um so an eine durch die Terroristen entwickelte nichtmetallische Bombe zu kommen. Nachdem die natürlich auf den “V-Mann” hereingefallen waren, übergab dieser diese eine(!) Bombe an “US-amerikanische und(!) andere Geheimdienststellen” (Los Angeles Times). Sie werde nun in einem FBI-Labor untersucht.

Seit dem 11. September 2001 (9/11) wird in den USA die These einer ständigen terroristischen Bedrohung aufrechterhalten. Nennenswerte Attentate gab es seitdem nicht, doch irgendwie muß man die Fortführung des “Antiterrorkriegs” ja begründen. Ein traditionelles Mittel dazu ist die Instrumentalisierung reaktionärer islamisch-fundamentalistischer Kräfte. Die CIA unterstützte seit 1979 mit allen Mitteln die Kräfte in Afghanistan, die sich gegen die Besatzung der sozialimperialistischen Sowjetunion wehrten. Osama bin Laden arbeitete damals eng mit der CIA zusammen und bildete zehntausende “Freiheitskämpfer” auch in terroristischen Methoden aus. Erst nachdem die Besetzung Afghanistans zu einer imperialistischen unter US-Führung geworden war, wurde bin Laden zum “Terrorfeind Nr. 1″, bevor er im vergangenen Jahr “endlich” unter merkwürdigen Umständen getötet wurde.

Etwa 90 Prozent aller gemeldeten Anschlagsversuche in den USA sind Operationen der Geheimdienste. Meist unbedarfte Personen werden dabei zu “Tätern” gemacht, die medienwirksam und gerade noch rechtzeitig “entlarvt” festgenommen werden können.

Wie in Afghanistan der faschistische Al-Kaida-Terror die “Begründung” für einen seit über zehn Jahren andauernden Krieg liefert, so wird mit der “Terrorgefahr” in den USA, wie auch in anderen Ländern, der Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten “begründet”. Die immer weiter ausgedehnte Überwachung und Bespitzelung der Bürger richtet sich aber nicht gegen “Terroristen”, sondern in erster Linie gegen alle fortschrittlichen Menschen, die dieses System in Frage stellen könnten.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: 9/11, Afghanistan, Anschlag, Attentat, Bespitzelung, FBI, Geheimdienst, Islam, Jemen, Staat, Staatsterror, Terror, Überwachung, USA, V-Mann

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Thema: Politik, USA | Keine Kommentare »
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