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“Bildungspaket” vor Bundesverfassungsgericht

Von Gastautor | 2. April 2012

Mitteilung der Hartz4-Plattform von 01.04.2012

Bereits am 24. Januar hatte Hartz4-Plattform-Sprecherin Brigitte Vallenthin beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Verfassungsbeschwerde im Eilverfahren zweier nordrheinwestfälischer Klägerinnen gegen das sogenannte Bildungspaket in Karlsruhe persönlich übergeben – zunächst erst einmal zur Parkstation des Allgemeinen Registers (Az: AR 595/12).

Jetzt hat am 30. März das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in Essen mit der Zurückweisung einer Anhörungsrüge wegen der Verletzung ausreichenden rechtlichen Gehörs endgültig den Weg frei gemacht, um die Übertragung vom Allgemeinen Register in das Verfahrensregister des BVerfG zu beantragen.

Damit werden erstmals – seit dem mit dem Hartz IV-Urteil vom 09.02.2010 (1 BvL 1/09) verkündeten “Grundrecht” auf “unverfügbares menschenwürdiges Existenzminimum“ und dem damit verbundenen Recht auf „Bildung und Teilhabe” – die Fragen zur Überprüfung auf dem Tisch der Verfassungsrichter liegen,
- ob der – nach aktueller Ein-Jahres-Bilanz – hoffnungslos
gescheiterte, durch das Bildungspaket vom Gesetzgeber legitimierte
Verstoß gegen Chancengleichheit, Datenschutz und den Schutz vor
Diskriminierung
- mit dem Grundgesetz, den Europäischen sowie internationalen
Rechtsnormen vereinbar ist.

Der Antrag auf Übertragung vom Allgemeinen in das Verfahrensregister wird kurzfristig beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Über Einzelheiten und Hintergründe wird die Hartz4-Plattform morgen berichten.

Brigitte Vallenthin
Hartz4-Plattform
www.hartz4-plattform.de


Stichworte: Bildung, Bundesverfassungsgericht, Grundgesetz, Hartz IV

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