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Japan: Elf Monate nach Fukushima

Von Klaus Wallmann sen | 13. Februar 2012

Am 11. Februar 2012, elf Monate nach der atomaren Katastrophe von Fukushima, haben in Tokio rund 12.000 Menschen gegen die weitere Nutzung von Atomenergie demonstriert. Der Kampftag fand an diesem Tag statt, weil der eigentliche Fukushima-Jahrestag, der 11. März, in Japan als Tag des Gedenkens und der Trauer um die 20.000 Menschen begangen wird, die bei der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe ums Leben kamen.

In Japan waren es die größten Demonstrationen seit der Katastrophie. Doch auch in vielen anderen Ländern wurde der Tag für den aktiven Widerstand gegen die herrschende Atompolitik genutzt. Laut Anti-AKW-Bewegung “ausgestrahlt” haben in 151 deutschen Orten rund 7.000 Menschen Mahnwachen und Kundgebungen organisiert, mit denen sie der Opfer der unverantwortlichen Atompolitik gedachten und unter der Losung “Fukushima ist überall – AKW jetzt abschalten” gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken demonstrierten.

Die Lage in Fukushima ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Laut FAZ vom 08.02.2012 stieg die Temperatur am Boden des Druckbehälters von Reaktor 2 wieder um 20 Grad. Während japanischer Wissenschaftler von einer besorgnisregenden Entwicklung sprachen, redete ein Sprecher der Betreibergesellschaft Tokio Electric Power (Tepco) den Fakt klein.
Auch das benachbarte Fukushima Daina soll nach jüngsten Informationen 2011 kurz vor der Kernschmelze gestanden haben. Der Kraftwerksleiter berichtete von einem Ausfall der Kühlpumpen, wodurch für drei der vier Reaktoren der Anlage das Risiko einer Kernschmelze bestanden habe.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: AKW, Atomenergie, Atomkraft, Atomkraftwerk, Atompolitik, Demo, Demonstration, Japan, Katastrophe, Widerstand

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Thema: Politik | 1 Kommentar »
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1 Kommentar zu “Japan: Elf Monate nach Fukushima”

  1. Joachim meint:
    13. Februar 2012 um 15:38

    Tokio hat sich für die olympischen Sommerspiele 2020 beworben. Wer will dahin?

    Gruß

Kommentare