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Familienbericht: Feststellungen ohne Konsequenzen

Von Klaus Wallmann sen | 29. Oktober 2011

Laut achtem Familienbericht leiden mehr als 40 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern unter “Zeitdruck”. Deshalb fordert die Expertenkommission u.a. eine bessere Koordinierung von Arbeits- und Öffnungszeiten der Kindergärten und kürzere Ferienschließzeiten. Was allerdings nichts an der von der Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) festgestellten Tatsache ändern dürfte, daß der Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für Familie noch weit vor dem Wunsch nach mehr Geld oder besserer Kinderbetreuung rangiert. Doch auch Frau Schröder fällt nichts besseres ein, als noch einmal zu betonen, daß am Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder ab 2013 “nicht gerüttelt” werde.

Für die herrschende Klasse ist die Familie nur in der Hinsicht interessant, daß sie die Arbeitskraft der auszubeutenden Väter und Mütter möglichst kostengünstig reproduziert. Und ihre politischen Geschäftführer, zu denen auch Frau Schröder gehört, haben genau dafür die “Rahmenbedingungen” zu schaffen. Die Vereinbarkeit von Lohnarbeit und Familienleben wird im Kapitalismus immer eine Illusion bleiben.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Arbeit, Arbeitskraft, Eltern, Familie, Kapital, Kapitalismus, Kinder, Kommission, Kosten, Lohn, Schröder

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