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“Agenda 2010″: Gabriel räumt ­”Fehler” ein

Von Klaus Wallmann sen | 24. September 2011

Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat Fehler seiner Partei bei der Agenda 2010 eingeräumt. Der entscheidende Mißgriff, so Gabriel, sei die Infragestellung des Wertes der Arbeit gewesen. Heute sei der “Kernkonflikt”, daß viele Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr leben könnten – nicht während ihrer Berufstätigkeit und erst recht nicht danach. Einen solchen Fehler dürfe die SPD nie wieder machen.

“Sozialdemokrat” Gabriel hat vergessen, daß die herrschende Klasse im Kapitalismus sehr wohl den Wert der Lohnarbeit (denn nur darum geht es) kennt und schätzt. Ist die Aneignung der nicht bezahlten Mehrarbeit doch ihre Profitquelle. Die “rot-grüne” Monopolregierung Schröder/Fischer hat mit den Hartz-Gesetzen dafür gesorgt, daß diese Quelle kräftiger sprudelt, damit ihre Auftraggeber den internationalen Konkurrenzkampf erfolgreicher führen können.

Das zeigt zum einen, daß die führenden Köpfe der SPD politische Kommis der herrschenden Klasse sind, und nicht die “Volksvertreter”, als die sie sich gern darstellen. Zum anderen entlarvt sich damit das “Eingeständnis” des Herrn Gabriel als scheinheiliges, wahltaktisch motiviertes Gesödere. Denn Staat und Regierung eines kapitalistischen Systems sind genau dazu eingesetzt, was Gabriel nun als “Fehler” bezeichnet.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Agenda 2010, Arbeit, Gabriel, Gesetze, Hartz, Kapital, Kapitalismus, Kapitalist, Konkurrenz, Konkurrenzkampf, Lohn, Lohnarbeit, Profit, Regierung, Schröder, SPD, Staat, Volksvertreter

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