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Mogelpackung Kindergeld

Von Klaus Wallmann sen | 16. Oktober 2008

“Ein ‘entschiedenes Ja unserer Gesellschaft zu Kindern’ forderte jüngst unser Bundespräsident. Die Große Koalition hat es vernommen, und kürzte still und leise die Bezugsdauer für das Kindergeld um zwei Jahre.” So schieb ich am 30.12.2006.

Für die 26- und 27-Jährige in Ausbildung strich man damals das Kindergeld, was für meine Familie (zwei Kinder) konkret eine Einbuße von (2 x 24 Monate x 154 Euro) 7392 Euro bedeutet.

Nun jubelt Frau Merkel in ihrem Video-Podcast – und mit ihr all die bezahlten Schreiberlinge und Schwätzer der bürgerlichen Medien – darüber, daß sich die Leistungen für Familien ab dem 1. Januar 2009 verbessern würden. Das Kindergeld steigt doch tatsächlich um zehn Euro für das erste und zweite Kind und um 16 Euro ab dem dritten Kind. Das macht für meine Familie konkret (72 Monate x 20 Euro) 1440 Euro aus. Wie soll man so etwas anders bezeichnen als eine Mogelpackung?

Vor allem Kinder aus armen Familien kommen mit dieser Art “Wohltaten” keinen Millimeter aus ihrer sozialen Misere heraus. Leben sie in einem Hartz-IV-Haushalt, so wird die üppige Kindergeld-Erhöhung sofort in voller Höhe vom Regelsatz abgezogen. Der Hungersatz bleibt für sie der gleiche, während Merkel und Konsorten den Bankern Milliarden hinterher werfen.

Ich komme mir mehr als verschaukelt vor.

Klaus Wallmann sen.


Stichworte: Kindergeld, Regelsatz

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Thema: Politik, Reformen/Agenda | 1 Kommentar »
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1 Kommentar zu “Mogelpackung Kindergeld”

  1. Hans-Jürgen Reglitzki meint:
    21. Oktober 2008 um 15:43

    Schon wieder geht eine “geplante” Hilfe an denen vorbei, die es wirklich nötig haben. Die Kinder, die in Hartz-IV-Bedarfsgeinschaften leben gehen leer aus. Sie leben weiter in Armut, da der erhöhte Kindergeldsatz mit dem Hartz-IV-Regelsatz verrechnet wird.
    Frau Merkel merken Sie eigentlich noch etwas? Erst die Entgleisungen zu den im Regelsatz enthaltenden Kosten, jetz dieser Gag.
    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.
    Mit freundlichem Gruß
    Hans-Jürgen Reglitzki

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