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Daimler/Facebook: “Rote Fahne”-Bericht löst bundesweite Medienresonanz aus

Von Gastautor | 27. Mai 2011

Über das bundesweite Medienecho zu dieser Auseinandersetzung berichtet heute eine Extra-Ausgabe der “Stoßstange”, Konzernzeitung von Kollegen für Kollegen aller Daimler-Werke in Deutschland:

“Wie ein Lauffeuer ging es gestern durch die bundesweite Presse (SWR, ‘Bild’, ‘spiegel-online’, ‘Hamburger Abendblatt’, ‘Stuttgarter Zeitung’ …), durch hunderte Internetforen und dann durchs Werk: Daimler ‘reagiert empfindlich auf kritische Online-Beiträge’ (StZ, 25.05.11). Die Facebook-Gruppe ‘Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21′ war nach Aufforderung der Firma von Facebook gelöscht worden. Fünf Kollegen wurden zur Personalabteilung zitiert und ‘sensibilisiert’, doch aufzupassen, was sie über die Firma im Internet schreiben. Sie hatten unter einen Artikel, der Mappus, Merkel und Zetsche als ‘Spitze des Lügenpacks’ bezeichnete, ‘gefällt mir’ geklickt. …


Hier geht es darum, dass Daimler die politische Betätigung von Mitarbeitern unterdrückt. Warum wurde sonst die ganze Gruppe gelöscht? Daimler machte sich Facebook Deutschland zum Gehilfen, um die politische Betätigung von Arbeitern zu unterdrücken.” Es wird auch angeprangert, dass der Vorgang um die Facebook-Seite nur die Spitze des Eisberges ist.

Und weiter heißt es in der “Stoßstange”: “Die Facebook-Gruppe entstand vor einem halben Jahr. Ende März wurde wohl die Gruppe gelöscht und die Kollegen wurden vorgeladen. Die Kollegenzeitungen ‘alternative’ und ‘Stoßstange’ berichteten. Aber in den Massenmedien kam es erst jetzt. Die Rote Fahne, Wochenzeitung der MLPD, brachte einen ausführlichen Artikel in der Ausgabe von letzter Woche. Durch diesen Artikel wurden die großen Zeitungen aufmerksam.”

Ein fortschrittlicher Journalist des Online-Computermagazins “Golem.de” griff den Bericht auf und befragte Daimler zu dem Vorgang. Ein Konzernsprecher bestätigte den Vorgang und begründete das Vorgehen damit, dass Daimler-Chef Dieter Zetsche wegen seines Eintretens für “Stuttgart 21″ in der Gruppe zum “Lügenpack” gezählt worden war. Die Nachricht bei “Golem.de”, in der auch der Bericht der MLPD fair dargestellt und verlinkt wurde, fand seit ihrem Erscheinen am 23. Mai über 32.000 Leser. Dem konnten sich weitere bürgerliche Medienorgane nicht mehr entziehen.

Das “Handelsblatt” brachte die Golem-Meldung im Internet und in seiner Druckausgabe. Dabei entwickelte sich im Leserforum von “Golem.de” auch eine Massendebatte um den Sozialismus. Danach folgten viele weitere Berichte, etwa in dem Magazin für Journalisten “Meedia” unter dem Titel “Daimler verhört Mitarbeiter”. Stuttgarter Lokalzeitungen folgten. Selbst die “Bild”-Zeitung reagierte, ohne allerdings die MLPD als Quelle für den Enthüllungsbericht zu nennen. Der “Spiegel” nannte dagegen die MLPD in seinem Bericht zu dem Thema.

Zur “Roten Fahne” heißt in der “Stoßstange” abschließend: “Sie ist eine Arbeiterzeitung. Wir brauchen unsere eigene Zeitung, die mutig Arbeiterstandpunkte vertritt und verbreitet. Kauft, lest, prüft und finanziert sie! Abo empfohlen. Das wird dann nach Hause geliefert.”

Hier kann die gesamte Ausgabe der “Stoßstange” gelesen werden und hier die “Rote Fahne” bestellt werden, die als erste bundesweite Zeitung darüber berichtete.

Quelle: rf news online,  26.05.2011


Stichworte: Bespitzelung, Daimler, Medien, MLPD, S21, Stuttgart

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