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ThyssenKrupp will 35.000 Beschäftigte abstoßen

Von Gastautor | 10. Mai 2011

Der ThyssenKrupp-Vorstand hat einen radikalen Umbau des ganzen Konzerns angekündigt. Weltweit sollen der Edelstahlsektor und die Sparte “Automotive” mit 35.000 Beschäftigten abgestoßen werden. Ziel ist es, im Bereich Qualitätsstahl und in der Technologiesparte in dem Kampf um die Beherrschung des Weltmarktes ganz vorne mitzuspielen und durch Abbau der Verschuldung für dies Offensive “handlungsfähig” zu werden. In Brasilien läuft gerade das neue Stahlwerk von ThyssenKrupp an, das größere Kapazitäten als das größte Stahlwerk Europas bei ThyssenKrupp in Duisburg haben wird.

Es ist ein Mythos, dass dies sich nicht auf die Produktion und die Arbeitsplätze in den übrigen Stahlwerken des ThyssenKrupp-Konzerns auswirken wird. Der Eklat, dass Bundespräsident Christian Wulff seinen geplanten Besuch in dem brasilianischen Stahlwerk von heute auf morgen absagte, zeigt welche Brisanz die Umstrukturierung des Konzerns hat, während ein Teil der bürgerlichen Medien die Folgen schön redet.

“Thyssen Krupp geht gestärkt aus der Krise hervor”, stellt der letzte Geschäftsbericht von ThyssenKrupp fest. Am Tiefpunkt der Krise wurde mit umfangreicher Kurzarbeit den Kolleginnen und Kollegen bei Thyssen Krupp Verzicht aufgezwungen. Nach einem drastischen Umsatzeinbruch von 53 Milliarden Euro Umsatz im Jahre 2008 auf 40 Milliarden Euro im Jahre 2009 hat der Konzern auf dem Rücken der Kollegen inzwischen bei der Stahlproduktion das Vorkrisenniveau wieder erreicht – mit einer von 2009 auf 2010 um um rund 10.000 Beschäftigte verringerten Belegschaft. In den Stahlbetrieben steigt die Unzufriedenheit wegen der zunehmenden Arbeitshetze für die Kolleginnen und Kollegen. Unter dem Motto “Gemeinsam durch die Krise gehen” hat die Führung der IG Metall diesen Weg zu Lasten der Beschäftigten mitgetragen.

Der IG-Metall-Chef von Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard, versucht den Beschäftigten diese Umstrukturierung mit den Worten zu verkaufen, dass in dem Verkauf auch eine “Chance” stecke. Aus allen Erfahrungen der Vergangenheit wissen wir aber, dass solche Verkäufe oder Ausgliederungen mit Werkschließungen und mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen und Erpressungsversuchen gegenüber den Belegschaften verbunden sein wird. Sie sollen bekanntlich auf alles mögliche verzichten, um damit angeblich ihren Standort zu retten.

Deshalb ist es völlig falsch, jetzt abzuwarten oder auf “Beschäftigungs- und Einkommensgarantien” zu hoffen, die der Konzernbetriebsratsvorsitzende von ThyssenKrupp, Thomas Schlenz, jetzt ankündigt. Stattdessen müssen die Kolleginnen und Kollegen von ThyssenKrupp als Konzernbelegschaft in die Offensive gehen und dabei auch die Einheit mit den internationalen Belegschaften herstellen. Im Duisburger Süden hat ein Teil der Belegschaft von ThyssenKrupp in der Nachtschicht von Donnerstag auf Freitag und in der Frühschicht am Freitag für jeweils drei Stunden die Arbeit niedergelegt. Das ist ein guter Auftakt!

Weg mit diesen Plänen!
Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich als Konzernvereinbarung!
Kampf um jeden Arbeitsplatz!
Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!

Quelle: rf news online, 09.05.2011


Stichworte: Arbeitsplatz, Arbeitsplatzabbau, Arbeitsplätze, Arbeitsplatzvernichtung, IG Metall, Krise, Lohn, Stahl, ThyssenKrupp

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